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Digital Humanities und die ‚Messbarkeit‘ des NS-Regimes

30. Avril 2019 Add to calendar
Appel à communication

Digital Humanities und die ‚Messbarkeit‘ des NS-Regimes.
Mittel- und Osteuropa zwischen Raumplanung, Städtebau und Architektur unter den Nationalsozialisten (1939–1945)

Art des Projekts:
Zweitägige Konferenz, in die ein Abendvortrag eingebunden wird. Geplant sind fachliche Einzelvorträge in drei Sektionen, die durch eine/n kritische/n RespondentIn kommentiert und im Plenum diskutiert werden.

Projektziel(e):
Ziel der interdisziplinär konzipierten Konferenz ist es, ForscherInnen und FachkollegInnen aus profilierten Institutionen aus mehreren west-, mittel- und osteuropäischen Ländern nach Bern zu holen und theoretische Positionen sowie praxisorientierte Probleme des Umgangs mit dem nationalsozialistischen Erbe anhand von Städtebau und Architektur zu diskutieren.

Das Kolloquium will eine Plattform bieten für:
- die Präsentation aktueller Forschungen auf dem genannten Gebiet
- den formellen Austausch und die internationale Vernetzung mit renommierten ForscherInnen und StadtplanerInnen aus dem In- und Ausland
- methodologische Überlegungen zum Konnex von Digital Humanities und der Architekturgeschichte wie der Archäologie

Zielpublikum:
Das Kolloquium (12./13.12.2019) ist öffentlich.

Zusammenfassung (Veranstalterteam, Beteiligte):
Das Institut für Kunstgeschichte Bern bereitet in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit dem Nationalen Technischen Museum Prag und dem Instytutu Dziedzictwa Kulturowego Międzynarodowego Centrum Kultury w Krakowie unter Beteiligung weiterer renommierter Institutionen eine wissenschaftliche Konferenz zu einem der prägendsten Phänomen des 20. Jhs., der Okkupation der östlichen Territorien durch die Nationalsozialisten, vor. Ziel ist es, die Position der unterschiedlichen Forschung zu Mittel- und Osteuropa zu bündeln.
Die Tagung bildet die wissenschaftliche Grundlage für eine Publikation.

Projektbeschreibung:
Fachlicher Umriss: Das Projekt beschäftigt sich mit der Raum-, Kunst- und Kulturgeschichte für den mittel- und osteuropäischen Raum, vornehmlich mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland sowie in Mittel- und Osteuropa mit den bedeutenden Schauplätzen. Neben den architekturgeschichtlichen Zusammenhängen und personalen Netzwerken werden darin vor dem Hintergrund profunder architekturgeschichtlicher Kenntnisse die damit verbundenen Theorie- und Ideologiebildungen betrachtet. Dabei wird einerseits ein diskursanalytischer Zugang zu den Raumtheorien verfolgt, andererseits werden Städtebau und Architektur in den von den Nationalsozialisten okkupierten oder annektierten Territorien vor der methodischen Folie der mehrschichtigen Raumkonstitutionen und deren Nachhaltigkeit untersucht. Die Digital Humanities ermöglicht unter Verwendung unterschiedlicher analoger und digitaler Erfassungsmethoden eine innovative Auswertung sowie Deutung der immensen, teilweise jedoch verstreuten Datenmenge. Dieser Ansatz soll – in einer klaren Abgrenzung von e-science – fächerübergreifend und fachspezifisch aufgebaut werden (Archäologie, Architekturgeschichte, Soziologie, audiovisuelle Studies, etc.), mit dem Ziel, durch die Verwendung der computergestützten quantitativen wie qualitativen Methoden genuin geisteswissenschaftliche Themenfelder und Fragen zu entwickeln.

These, Zielsetzung:
Die These lautet, dass neben den ideologischen Interessen vor allem profitorientierte Belange den Motor für okkupatorisches Handeln darstellen. Das Ziel der grenzüberschreitenden und interdisziplinären Kooperation ist es, mehrere Themen anzusprechen, die in der Forschung als problematisch bezeichnet werden. Ergänzend zur allg. methodisch verankerten städtebaulichen wie architekturhistorischen Forschung kann neben der ideologischen vor allem eine sozioökonomisch motivierte Kollaboration festgestellt werden. Zugleich wird davon ausgegangen, dass nur eine reflektierte Kenntnis der globalen geschichtlichen Entwicklungen wie auch der lokalen Zusammenhänge eine entsprechende Bewertung unserer modernen, historisch gewachsenen Kultur- und Lebensräume ermöglicht. Damit wird auch das Thema der Kontinuitäten fokussiert.

Gesucht werden passende Themen zur Ergänzung des Programms.
Ihre Vorschläge richten Sie bitte an: richard.nemec@ikg.unibe.ch

Organisé par: 
Universität Bern, Institut für Kunstgeschichte, Abteilung Architekturgeschichte und Denkmalpflege; Nationales Technisches Museum Prag; Instytut Dziedzictwa Kulturowego Międzynarodowego Centrum Kultury w Krakowie

Lieu de l'événement

Universität Bern
Mittelstrasse 43
3012
Bern

Contact

Richard Nemec

Informations supplémentaires sur l'événement

Coûts de participation

0.00 CHF

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