3 Dissertationsstipendien

Die Universität Luzern ist die jüngste Universität der Schweiz. Im Jahr 2000 gegründet, umfasst sie vier Fakultäten und zählt rund 3000 Studierende. Die Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät setzt mit ihren zehn Instituten und Seminaren auf Interdisziplinarität sowie Innovation in Forschung und Lehre. Ihren knapp 900 Studierenden bietet die Fakultät eine Reihe von schweizweit einzigartigen Studiengängen. Dabei wird viel Wert auf eine ausgezeichnete Betreuung und eine enge Verknüpfung von Forschung und Lehre gelegt.

Im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Forschungsprojekts «Reinheit verkaufen» von Prof. Dr. Valentin Groebner vergibt das Historische Seminar der Universität Luzern per 1. April 2019 oder nach Vereinbarung

3 Dissertationsstipendien
mit der Laufzeit von vier Jahren

Reinheit ist imaginär, aber eine machtvolle religiöse und moralische Kategorie, im späten Mittelalter ebenso wie im 19. und 20. Jahrhundert. Mit welchen Bildern wurde sie sichtbar gemacht - und als wirksames Verkaufsargument eingesetzt? Die Unbeflecktheit der Muttergottes wurde im späten Mittelalter durch Milch als Emblem visualisiert; Marienmilch- Reliquien wurden in zahlreichen Wallfahrtsorten in Europa gezeigt - ihre Geschichte ist bisher unerforscht (Projekt 1). Kosmetika werden ebenfalls bereits in Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts fassbar; ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie als Crèmes und «Schönheitsmilch» vermarktet. (Projekt 2) In der Frühgeschichte der Bildwerbung spielen sie eine wichtige Rolle, ebenso wie industriell verarbeitete Milchprodukte, die zur selben Zeit als «reine Alpenmilch» angepriesen wurden (Projekt 3).
Das Projekt ist den Wechselwirkungen zwischen diesen drei religiösen und kommerziellen Visualisierungen gewidmet. Was waren visuelle Codes für Reinheit als Ursprünglichkeit und Unbeflecktheit, und wie veränderten sie sich?

Mehr zum Projekt unter Reinheit verkaufen und per mail bei valentin.groebner@unilu.ch

Voraussetzung für diese Stelle ist ein Lizentiats- oder Masterabschluss in Geschichte oder einem benachbarten kulturwissenschaftlichen Fach. Sie haben Lust in einem kleinen Forschungsteam ein eigenes Buch zu schreiben. Ihre Arbeitsplätze am historischen Seminar stellen regelmässigen Austausch sicher: Sie stehen in engem Kontakt untereinander sowie mit dem Projektleiter. Die Anstellungsbedingungen entsprechen dem Personalrecht des Kantons Luzern.

Ihre Bewerbung sollte einen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und eine kurze Projektskizze (max. 500 Wörter) mit eigenen Ideen zu einem der drei Teilprojekte enthalten. Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis spätestens 10. Dezember 2018 in einer einzigen PDF-Datei an: valentin.groebner@unilu.ch

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Details siehe im Originalinserat294.41 Ko
Employeur: 
Universität Luzern
Taux d'occupation: 
100%
Lieu de travail: 
Luzern
Délai de candidature: 
10. Décembre 2018