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Urner Anschubstipendium

Das Institut «Kulturen der Alpen» (IKdA) wurde 2020 gegründet und widmet sich in der ganzen thematischen Breite den kulturellen Besonderheiten des alpinen Raums – von den prähistorischen Zeugnissen über spezifische Traditionen und historische Funktionen bis hin zu den konkreten Herausforderungen der Gegenwart. International positioniert und regional vernetzt, bietet es einen einmaligen Rahmen für die Forschung zur Vielfalt und zu Eigenheiten der «Kulturen der Alpen». Dank dem interdisziplinären Austausch vor Ort zu wissenschaftlichen Fragen im Alpenraum und dank dem transdisziplinären Austausch mit der Praxis innerhalb etablierter Netzwerke im Kanton Uri sowie in den angrenzenden Alpenkantonen ist der Arbeitsort Altdorf besonders attraktiv.

Thematischer Fokus
Das Institut «Kulturen der Alpen» vergibt zum 1. Mai 2023 ein ‘Urner Anschubstipendium’ mit einem spezifischen Schwerpunkt. In diesem Jahr liegt er zum einen auf den Anfängen, auf der historischen Entwicklung und dem aktuellen Stand der Wasserzinsen, zum andern auf alternativen lokalen Entschädigungen und auf ihrer Übertragbarkeit auf die neuen erneuerbaren Energieträgern aus Sonne und Wind in den Alpen – insbesondere auf die hochalpine Photovoltaik in Form eines ‘Solarzinses’, der zur aktiven Einbindung und Beteiligung der lokalen Bevölkerung an der Energiewende beiträgt. So situiert sich das Thema der Dissertation auf der Schnittstelle zwischen Schweizer und internationaler Wirtschafts-, Rechts- und Zeitgeschichte in Kombination mit einem ausgeprägten Sensorium für aktuelle Entwicklungen auf kantonaler und eidgenössischer Ebene im Vergleich mit anderen Alpenländern und/oder mit Ländern mit vergleichbaren geomorphologischen, historischen und kulturellen Voraussetzungen. Dafür sind Kenntnisse in Archivrecherche und Diskursanalyse von Vorteil. Die Dissertation lässt sich durch das interdisziplinäre Leitungsteam an der Universität Luzern, durch Prof. Dr. Daniel Speich (Geschichte) und Prof. Dr. Roland Norer (Recht), ideal betreuen.

Stellenbeschreibung
Die nach Massgaben des Schweizerischen Nationalfonds vergütete Vollzeitstelle bietet die Möglichkeit, ein Dissertationsprojekt während zwölf Monaten voranzubringen sowie Anträge zur Projektförderung auszuarbeiten und einzugeben. Die Doktorierenden sind an der Universität Luzern angestellt und werden als Mitglieder der Graduate School «Kulturen der Alpen» aufgenommen, von deren Strukturen sie direkt profitieren.

Voraussetzungen
• Ihr Dissertationsprojekt ist qualitativ hochstehend und genügt wissenschaftlichen Massstäben.
• Ihr Projekt ist interdisziplinär anschlussfähig, so dass Ihre Kolleg:innen von Ihnen und Sie wiederum von den fächerübergreifenden Angeboten des IKdA profitieren können.
• Ihr Projekt ist transdisziplinär angelegt, so dass Sie mit der Praxis vor Ort interagieren und sich in den weiteren Gefässen des IKdA, insbesondere im Forum, einbringen können.
• Die Arbeitssprache ist Deutsch.
• Der Arbeitsort ist Altdorf, UR.

Bewerbungsunterlagen
Bewerbungsbrief (max. 3000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Motivation für die Bewerbung zur Aufnahme in die Graduate School des IKdA
• Angaben zu den für Sie wichtigsten Disziplinen
• Ausführungen, wie Ihr Projekt vom inter- oder transdisziplinären Austausch und vice versa profitiert
Projektbeschreibung:
• Abstract (max. 1000 Zeichen – mit Leerzeichen)
• Forschungsprojekt: Thesen, Theorie(n), Methode(n), Literatur, Vorarbeiten (max. 4 Seiten)
• 5 bis 9 Keywords zu Inhalt, Theorie und Methode
Weitere Dokumente
• CV (max. 2 Seiten)
• Publikationsliste (falls vorhanden)

Elektronische Bewerbungen
Bitte stellen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in einem einzigen PDF-file (fs23_uri_nachname.pdf) zusammen und senden Sie dieses an: romed.aschwanden@kulturen-der-alpen.ch

Information

Employer: 
Institut «Kulturen der Alpen»
Employment percentage: 
100%
Place of work: 
Altdorf
Application deadline: 
31 March, 2023