Der grosse Gott im Münster ward abgezogen..." Wohin mit den Götzen und Bildern - Bildersturm oder Recycling?

10.05.2017

Mittwoch, 10. Mai 2017 18:30

mit Dr. Dione Flühler-Kreis, Kunsthistorikerin
Ort: Vortragssaal Museum zu Allerheiligen

Die Reformatoren lehnen die Heiligen- und Bilderverehrung ab. Auch wenn Skulpturen (Götzen) und Altargemälde von Bilderstürmern mutwilllig zerstört, verbrannt oder in Flüsse geworfen wurden, ist in den meisten Fällen die Beseitigung der Kunstwerke von der Obrigkeit verordnet und ordentlich durchgeführt worden.

An Beispielen aus Schaffhausen und Zürich kann gezeigt werden, dass Bilder und Skulpturen vor allem wegen ihres materiellen Wertes nicht vernichtet, sondern verkauft oder wiederverwendet wurden. Weitere Werke erfuhren eine inhaltliche Um- oder Neudeutung. So wird das Bild der Stadtheiligen von Zürich zum frühesten Panorama der Stadt umgestaltet. Wegen ihres devotionalen Wertes haben andere sakrale Werke aus Pietätsgründen die Reformationswirren unbeschadet überstanden. Zu nennen ist das erst 1517 vom Schaffhauser Bürgermeisters Hans Ziegler in Auftrag gegebene Hausaltärchen oder etwa die Büste eines Propheten an der Kanzel der St. Johannskirche. Beide Objekte befinden sich heute im Museum zu Allerheiligen.

Event organizer: 
Museum zu Allerheiligen
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Vortragssaal Museum zu Allerheiligen
Klosterstrasse 16
8200
Schaffhausen
Schaffhausen
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Eintritt frei
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