Lehren aus dem 17. Jahrhundert?

10.04.2019 - 19:30 Add to calendar

Vortrag von Prof. Dr. Bernd Roeck
Vor 400 Jahren und gerade 100 Jahre nach dem Beginn der Reformation wird Europa für 30 Jahre von Krieg und Gewalt erschüttert. Die Religion drängte sich in die machtpolitischen Gegensätze, um den Glauben ging es bei dem heillosen Schlachten jedoch kaum. Eine globale Klimaverschlechterung machte sich ab etwa 1560 be- merkbar. Lange Winter, verregnete, kalte Sommer häuften sich und bescherten Missernten und Hunger.
Inwiefern war die Eidgenossenschaft in die Geschehnisse einbezogen? Die Kämpfe der Grossmächte um die Alpenpässe betrafen ihr Gebiet. Es drohte die Gefahr, in den Konflikt mehr verwickelt zu werden. Die religiöse Toleranz war das Gebot der Stunde, wollte man zwischen den Grossmächten die eigene Souveränität bewahren. Die Schweiz rang sich zur Neutralität durch und ging als eigenständiger Staat aus dem Krieg der Kriege hervor.
Lassen sich aus der Geschichte des Dreissigjährigen Krieges Lehren für aktuelle Kon- flikte ziehen? Sind die Strategien, die 1648 zum Abschluss des Westfälischen Frie- dens führten, für die Beendigung heutiger Kriege anwendbar?

Bernd Roeck ist seit 1999 Professor für neuere Geschichte an der Universität Zürich und einer der besten Kenner der europäischen Renaissance.

Organisiert von: 
Historischer Verein Winterthur
Veranstaltungsort
Villa Lindengut
Römerstrasse 8
8400
Winterthur
Zürich
Sprachen der Veranstaltung: 
Deutsch
Zusätzliche Informationen
Kosten
Kosten Veranstaltung: 
0.00 CHF
Eintritt frei, keine Anmeldung