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Henry Kissinger - oder die Kunst der Selbstinszenierung

28. Mai 2019 - 16:15 Add to calendar
Vortrag

Lucerne Graduate Lecture mit Prof. em. Bernd Greiner, Berliner Kolleg Kalter Krieg in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Luzern (der Vortrag findet im Rahmen des Forschungskolloquiums "Globalgeschichte" des Historischen Seminars statt).

Wie können wir uns heute Henry Kissinger nähern, einer Figur der Weltgeschichte, die immer noch heftig polarisiert? Angesichts der unüberschaubaren Masse von Quellen und Sekundärliteratur ist Mut zur Lücke geboten. Oder eine Konzentration auf ausgewählte Fragen. Bei wem ging Henry Kissinger in die Lehre, wie stark war der politische und intellektuelle Einfluss seiner Vorbilder? Welche äußeren Umstände beschleunigten die Karriere vom studentischen Greenhorn zur nationalen Berühmtheit – und zwar binnen sieben Jahren? Weshalb berief ihn Richard Nixon zum Sicherheitsberater? Welchen Beitrag leistete Kissinger zur amerikanischen Außenpolitik? Wie nachhaltig und belastbar waren seine Konzeptionen? Warum wurden ausgerechnet ihm mehr Kränze geflochten wurden als allen Präsidenten oder Aussenministern nach 1945? Warum scheint er als zeitlose Quelle der Inspiration über allen Wassern zu schweben?

In einem Satz: Es geht darum, Sichtachsen in ein bis zur Unkenntlichkeit überwuchertes Terrain aus Fakten, Vermutungen und Legenden zu legen, Räume für eine von kleinteiligem Ballast befreite Diskussion zu schaffen und die Konturen eines Politikers zu schärfen, der im inflationierten Reden über seine Person zusehends konturloser wurde.

Organisiert von: 
Universität Luzern

Veranstaltungsort

Universität Luzern, Raum: 3.A05
Frohburgstrasse 3
6002
Luzern

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0.00 CHF

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